MCRT GmbH nimmt an Forschungsprojekt zur schnellen Detektion von Luftkeimen
in industriellen Reinräumen teil

 

Die MCRT Micro CleanRoom Technology GmbH entwickelt im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes "RAMADEK" gemeinsam mit der EADS Deutschland GmbH in München, dem Institut für Physikalische Chemie der Friedrich-Schiller- Universität Jena, der rap.ID Particle Systems GmbH in Berlin und dem Robert Koch-Institut in Berlin eine industrietaugliche Methode zur schnellen Detektion von Luftkeimen in industriellen Reinräumen.

Ramadek Besuch

Dr. Helge Braun, Parlamentarischer Staatssekretär des BMBF, übergibt die Förderurkunde an die Geschäftsführung der MCRT (vordere Reihe von links nach rechts: Andreas Machmüller, Dr. Thomas Billen (beide Geschäftsführer der MCRT), Dr. Helge Braun, Lars Burkhard Steinz (Bürgermeister von Heuchelheim, dem Sitz der MCRT), Michael Habenicht (Prokurist der MCRT), Dr. Michael Rüb (Geschäftsführer der MCRT), Bild: R. Soßdorf Gießener Allgemeine Zeitung).


Die MCRT Micro CleanRoom Technology GmbH entwickelt im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes "RAMADEK" gemeinsam mit der EADS Deutschland GmbH in München, dem Institut für Physikalische Chemie der Friedrich-Schiller- Universität Jena, der rap.ID Particle Systems GmbH in Berlin und dem Robert Koch-Institut in Berlin eine industrietaugliche Methode zur schnellen Detektion von Luftkeimen in industriellen Reinräumen.

Gemäß dem europäischen GMP Leitfaden (GMP: Good Manufacturing Practice), sollen in Produktionsstätten die in der Umgebungsluft vorhandenen Keime nach koloniebildenden Einheiten bestimmt werden. Dies wird sowohl bei Neuqualifikationen als auch bei jährlich vorgeschriebenen Requalifizierungen der Produktionsstätte gefordert. Speziell beim Betrieb pharmazeutischer Anlagen ist es zwingend notwendig, die in der Luft befindlichen Mikroorganismen zu bestimmen. Bisher erfolgt dazu eine Probennahme vor Ort und anschließend eine Bebrütung von Kulturschalen in einem mirkobiologischen Labor. Das Ergebnis solcher Messungen liegt dann in der Regel erst nach ca. einer Woche vor. Viel zu lange und viel zu kostspielig für eine schnellstmögliche Freigabe von Anlagen für die Produktion sensitiver Medien oder beispielsweise die Freigabe von Operationssälen in Krankenhäusern, so Andreas Machmüller. Eine Messmethode, die Ergebnisse schnell und möglichst in Echtzeit liefert, steht bisher nicht zur Verfügung.

Im Rahmen der Forschungsarbeiten zum RAMADEK-Projekt soll nun eine Methode zur schnellen Identifizierung von einzelnen Mikroorganismen aus Luftproben mittels Raman-Spektroskopie ermöglicht werden. Die Raman-Spektroskopie als Detektionsmethode liefert detaillierte Informationen über den strukturellen Aufbau von Molekülen. Durch die unterschiedliche Raman- Signatur verschiedener Keime lassen sich diese anhand des Wellenlängenspektrums unterscheiden. Das hierzu geplante, zukünftige Schnellverfahren soll Aussagen über die Keimbelastung luftgetragener Mikroorganismen wie Bakterien, Sporen oder Pilze in kürzester Zeit liefern. Das als Projektziel angestrebte Messsystem zur optischen Nachweisführung von Organismen in der Luft beinhaltet die Kombination mehrerer komplexer Teilaufgaben: Probenentnahme und -handhabung, optische Detektion, Identifikation, Steuerung und Datenverarbeitung. Nach dem Projektende im Dezember 2013 sollen die Forschungsergebnisse dafür verwendet werden, marktfähige Analysegeräte zur schnellen Detektion von Luftkeimen zu entwickeln. Die vielfältigen Anwendungsgebiete des RAMADEK-Systems finden sich in Krankenhäusern, in der Pharma-, Medizin- und Lebensmittelindustrie oder bei Sicherheitsaufgaben.

Anläßlich des Startes dieses Forschungsprojektes besuchte der Parlamentarische Staatssekretär im BMBF, Dr. Helge Braun, am 4.3.2011 die MCRT GmbH. Dr. Braun zeigte sich sichtlich beeindruckt von dem Hightech-Potenzial der MCRT GmbH. Im Anschluss an einen Rundgang durch die Fertigung der MCRT GmbH überreichte Staatssekretär Braun an die Geschäftsführer Andreas Machmüller, Dr.Michael Rüb und Dr. Thomas Billen eine Urkunde über das frisch gestartete und vom BMBF geförderte Forschungsvorhaben im Forschungsverbund RAMADEK. Geschäftsführer Machmüller hob seinerseits die wichtige Bedeutung der Partizipation an Forschungsverbünden hervor, die mit ihren Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette aufgestellt sind, und durch die gewonnenen Synergieeffekte den Wirtschaftsstandort Deutschland nachhaltig stärken.

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